Was ist Bitcoin? Einfach erklärt
Kurz erklärt
Bitcoin ist eine digitale Währung, die ohne Bank und ohne Staat funktioniert. Alle Zahlungen werden in einem öffentlichen Kassenbuch gespeichert, der Blockchain, das Tausende Computer weltweit gemeinsam führen. Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben.
Die Idee hinter Bitcoin
Bitcoin wurde 2008 in einem kurzen Konzeptpapier beschrieben, mitten in der weltweiten Finanzkrise. Der Verfasser nannte sich Satoshi Nakamoto. Wer sich hinter dem Namen verbirgt, ist bis heute unbekannt. Am 3. Januar 2009 entstand der erste Block, das Netzwerk lief.
Die Idee: Geld, das man direkt von Person zu Person schicken kann, ohne dass eine Bank die Zahlung abwickeln oder genehmigen muss. Statt einer zentralen Stelle sorgen Regeln und Mathematik dafür, dass niemand Geld doppelt ausgeben oder aus dem Nichts erschaffen kann.
Wie funktioniert Bitcoin?
Herzstück ist die Blockchain, ein Kassenbuch, in dem jede Bitcoin-Zahlung seit 2009 steht. Neue Zahlungen werden etwa alle zehn Minuten zu einem Block gebündelt und an die bisherige Kette angehängt. Jeder Block baut auf dem vorherigen auf. Wer einen alten Eintrag ändern wollte, müsste deshalb alle Blöcke danach neu berechnen.
Tausende Computer auf der ganzen Welt, sogenannte Nodes, speichern eine Kopie des Kassenbuchs und prüfen, ob jede neue Zahlung den Regeln entspricht. Es gibt keinen zentralen Server, den man abschalten könnte.
Neue Blöcke erstellen die Miner. Sie lösen dafür mit viel Rechenleistung eine Rechenaufgabe. Wer sie zuerst löst, darf den nächsten Block anhängen und erhält dafür neue Bitcoin als Belohnung. Dieses Verfahren heißt Proof of Work. Es macht Angriffe extrem teuer, weil ein Angreifer mehr Rechenleistung bräuchte als der Großteil des restlichen Netzwerks.
Warum es nur 21 Millionen Bitcoin gibt
Neue Bitcoin entstehen nur als Belohnung für die Miner. Diese Belohnung halbiert sich etwa alle vier Jahre, genauer alle 210.000 Blöcke. Das nennt man Halving. Seit dem letzten Halving im April 2024 gibt es pro Block 3,125 neue Bitcoin.
Dadurch nähert sich die Gesamtmenge immer weiter 21 Millionen an. Die letzten Bruchteile werden voraussichtlich um das Jahr 2140 geschürft. Diese feste Obergrenze unterscheidet Bitcoin von Euro oder Dollar, deren Menge Zentralbanken steuern können.
Du musst übrigens keinen ganzen Bitcoin kaufen. Die kleinste Einheit heißt Satoshi und entspricht 0,00000001 Bitcoin.
Wofür wird Bitcoin genutzt?
- Als Wertaufbewahrung: Viele sehen Bitcoin wegen der begrenzten Menge als „digitales Gold“ und halten es langfristig.
- Für Überweisungen: Bitcoin lässt sich rund um die Uhr in jedes Land schicken, ohne Bank und ohne Wartezeit bis zum nächsten Werktag.
- Als Zahlungsmittel: Manche Händler akzeptieren Bitcoin. Im Alltag ist das in Deutschland aber noch selten.
Die wichtigsten Risiken
- Starke Kursschwankungen: Der Bitcoin-Kurs hat in der Vergangenheit mehrfach mehr als 70 Prozent verloren, bevor er sich wieder erholte. Eine Garantie, dass das wieder passiert, gibt es nicht.
- Verlust des Zugangs: Verlierst du deine Seed-Phrase, sind deine Bitcoin weg. Es gibt keine Hotline, die das Passwort zurücksetzt.
- Betrug: Falsche Anlageplattformen, Phishing und angebliche Gewinnversprechen sind weit verbreitet.
- Regulierung: Gesetze und Steuerregeln können sich ändern.
Die wichtigste Regel: Investiere nur Geld, dessen Verlust du verkraften könntest.
Wie kommt man an Bitcoin?
Die meisten kaufen Bitcoin über eine Krypto-Börse oder einen Broker, oft direkt per App. Achte darauf, dass der Anbieter in der EU zugelassen ist. Wie du einen guten Anbieter findest, erklärt Krypto-Börse auswählen. Für größere Beträge lohnt es sich, die Bitcoin danach auf ein eigenes Wallet zu übertragen. Welche Möglichkeiten es gibt, erklärt der Vergleich Hot Wallet vs. Cold Wallet.
Häufige Fragen
Wer kontrolliert Bitcoin?
Niemand allein. Die Regeln stehen in einer offenen Software, und Änderungen setzen sich nur durch, wenn ein großer Teil der Nutzer, Nodes und Miner sie übernimmt.
Ist Bitcoin anonym?
Nein, eher pseudonym. Jede Zahlung ist für alle öffentlich auf der Blockchain sichtbar, nur ohne Namen. Wer über eine regulierte Börse kauft, ist dort mit Ausweis registriert, und Zahlungen lassen sich oft zurückverfolgen.
Kann Bitcoin verboten werden?
Staaten können den Handel und die Nutzung regulieren oder verbieten, und einige haben das getan. Das Netzwerk selbst abzuschalten, ist dagegen kaum möglich, weil es auf Tausenden Computern weltweit läuft.
Wie viel kostet ein Bitcoin?
Der Preis ändert sich ständig und bildet sich auf Börsen aus Angebot und Nachfrage. Den aktuellen Kurs findest du bei jeder Krypto-Börse oder auf Kursseiten.